Die richtige Lage macht es aus!

Für nahezu alle Gelenke stehen heute Orthesen (sog. Segmentorthesen) zur Verfügung. Im Gegensatz zur Bandage, deren Material elastisch und flexibel ist, muss eine Orthese stabil sein. Eine der häufigsten Sportverletzungen im Bereich des Sprunggelenks sind Schäden an den Außenbändern. Der Außenband-Apparat besteht aus drei verschiedenen Bandanteilen, die die Spitze des Außenknöchels mit dem Fersenbein (Calcaneus) und dem Sprungbein (Talus) verbinden. Um eine effektive Fixierung des Sprunggelenkes zu erzielen, gibt es zahlreiche Orthesen wie zB Push Aequi (ARCUS Orthopädie) oder die MalleoLoc® Stabilorthese (Bauerfeind). Am häufigsten reißen die Außenbänder bei jungen Erwachsenen.

Ältere Menschen erleiden eher einen Bruch des Außenknöchels. Auch hierfür gibt es ein breit gefächertes Orthesenprogramm (Schaper) zur konservativen und postoperativen Versorgung des Fuß-/ Sprunggelenkes. Besonders gefährdet sind Aktive all jener Sportarten, bei denen es auf kurze Sprints und Stoppbewegungen ankommt, wie zB bei Fußball, Tennis oder Volleyball. Nach den Schäden am Sprunggelenk sind Knieverletzungen die häufigsten Sportverletzungen. Die Verletzungen betreffen den Gelenk-Innenraum. Die Erstversorgung sowie die weitere Diagnostik und Behandlung der Verletzungen sind ähnlich.

Der typische Auslöser für eine Kniegelenksverletzung ist ein Sturz, wobei das gestreckte oder gebeugte Kniegelenk verdreht wird. Besonders gefährlich ist der alpine Skisport, da durch den Hebel des Skis größere Kräfte wirken. Auch Fußball, Ringen oder Judo – allesamt Sportarten mit hohem körperlichen Einsatz – bergen ein erhebliches Risiko für derartige Verletzungen.

• Riss des vorderen Kreuzbands
• Riss des hinteren Kreuzbands
• Riss des inneren (medialen) Seitenbands
• Riss des äußeren (lateralen) Seitenbands
• Verletzungen der Menisken
• Absprengung eines Knorpel-Knochenstücks (Flake Fracture)

Oft treten diese Verletzungen in Kombination auf (Komplex-Verletzung). Alle namhaften Firmen der Orthopädietechnik bieten Knieorthesen in unterschiedlichen Ausführungen an:

DEFIANCE® Maßgefertigte, funktionelle Knieorthese (Ormed.DJO) aus einem 4-wandigen Carbonfaserrahmen

•Verletzungen oder Instabilitäten des Kreuzbandes, mit oder ohne Begleitverletzungen: vorderes Kreuzband (ACL-Orthese), hinteres Kreuzband (PCL-Orthese), vorderes und hinteres Kreuzband (CI-Orthese)

•Seitenbandrupturen oder -instabilitäten

CTI2 – Handgefertigte Maßorthese (ORTOMED – ARTROCARE) aus Carbonfaser mit Titangelenken. In 5 Versionen für gehobene Ansprüche und komplexe Instabilitäten. Auch für den Einsatz in Extremsportarten wie Moto-Cross, Eishockey, etc. Durch Zusatzausstattungen kann die CTi2 den spezifischen Bedürfnissen des Patienten optimal angepasst werden.

Beinlähmungsorthesen

Diese können sich über mehrere Gelenke erstrecken. Ihre Funktion beeinflusst die Gelenke unterstützend oder sperrt ihre Beweglichkeit. Lähmungen können komplett oder inkomplett vorliegen, dh bestimmte Muskelgruppen können nicht oder nur teilweise aktiviert werden.

Lähmungsursachen:

•Poliofolgen
•komplette oder inkomplette Querschnittlähmung (Tetra- und Parablegien)
•neurologisch bedingte Lähmungen (CP)
•Periphere Nervenschäden (Femoralislähmungen)

Die Bauweise der Orthese ist abhängig vom Lähmungsumfang.

Knöchel-/Fußorthesen

Die dynamischen Knöchel-/Fußorthesen aus der ToeOFF®-Family (BASKO) werden zur längerfristigen Versorgung von Patienten mit schwacher Beinmuskulatur oder Lähmungen (Peroneus) eingesetzt. Die besondere Faserverbund-Konstruktion der Orthesen ermöglicht dem Patienten eine längere Belastungsphase auf dem beeinträchtigten Bein. Dadurch wird die Schrittlänge verbessert und die Schrittfrequenz verkürzt. Die Fußhebung und Unterstützung beim Zehenabstoß bewirkt ein natürliches und dynamisches Gangbild. Verschiedene Ganganalysen zeigen den Nutzen der dynamischen Knöchel-/Fußorthesen im Vergleich zu herkömmlichen Peronaeusorthesen. Mit der Anwendung der Orthesen aus der ToeOFF®-Family werden die Gehkapazität und das Aktivitätsniveau deutlich gesteigert und Schäden am Haltungs- und Bewegungsapparat vorgebeugt. Die Auswahl der geeigneten Orthese hängt von den jeweiligen Indikationen des zu versorgenden Patienten ab.

Orthesen für das gesamte Bein

Eine der innovativsten Orthesen für das gesamte Bein ist die Free Walk Orthese (Otto Bock). Das spezielle Orthesensystem sperrt das Kniegelenk während der Standphase und entriegelt sich für die Schwungphase. Der Patient kann sein Bein beugen, das Gangbild wirkt harmonischer und er benötigt beim Gehen weniger Energie.

Zudem zeichnet sich die Orthese mit einseitiger Schienenführung durch hohen Tragekomfort aus. Die individuelle Anfertigung sorgt für eine optimale Passform. Die Free Walk ist leicht, schmal und stabil, sodass sie unter der Kleidung kaum auffällt. Dank der praktischen Schnellverschlüsse kann Ihr Kunde sie leicht an- und ablegen. Die Pelotten sind aus hautfreundlichem Material gefertigt und bequem zu reinigen. Besonders praktisch: Durch die frontal anliegenden Pelottenträger ist komfortables Sitzen möglich. Zudem lässt sich das gesperrte Kniegelenk ganz einfach per Hand entriegeln.

Free Walk – Testorthese

Unserem Betrieb steht die Free Walk – Testorthese als praktisches Hilfsmittel zur Verfügung. Mit ihrer Hilfe kann zB in Rehabilitationseinrichtungen schnell und unkompliziert festgestellt werden, ob ein Patient für die Versorgung mit der Free Walk – Orthese geeignet ist. Sie wird über der Kleidung und den Schuhen des Patienten angelegt und liegt in einer Universalgröße vor.
Hüftorthesen

Die häufigste Erkrankung des Hüftgelenkes ist die sogenannte Coxarthrose (durch Degeneration entstandene Verschleiß des Hüftgelenkes). Ab dem 25. Lebensjahr kommt es aufgrund des abnehmenden Wassergehaltes der knorpeligen Gelenkflächen und einem damit einhergehenden Elastizitätsverlustes zu einer – im Laufe des Lebens kontinuierlich weiter fortschreitenden – Degeneration der Gelenkflächen. Dies kann individuell sehr unterschiedlich verlaufen, wobei naturgemäß die Gelenke der unteren Extremität, die einer hohen Belastung ausgesetzt sind eher verschleißen als die der oberen Extremität. Bei einem Großteil der Patienten mit einer Coxarthrose sind daher keine genauen Ursachen für die Entstehung des Gelenkverschleißes auszumachen. Auch für dieses Gelenk gibt es unterschiedliche Orthesen – DynaCox® (Teufel), SofTec® Coxa (Bauerfeind).

DynaCox Hüftorthesen zur Vermeidung von Luxationen des Hüftgelenkes

Die DynaCox ist die neue dynamische Hüftorthese zur Vermeidung von Luxationen des Hüftgelenkes, die die knöchernen und muskulären Gegebenheiten gleichermaßen berücksichtigt. Die DynaCox sichert die knöchernen Strukturen des Hüftgelenkes durch ein Drei-Punkt-Prinzip der Orthese und unterstützt gleichzeitig die hüftumspannende Muskulatur durch die zirkuläre Kompressions-Bandage aus 3D-Gestrick. Die Verwendung von CoolMax- und Silberfaser sorgt für ein angenehmes Hautklima und hohen Tragekomfort.

SofTec® Coxa Multifunktionsorthese zur Stabilisierung des Hüftgelenks.

Die Multifunktionsorthese SofTec® Coxa stabilisiert das Hüftgelenk zB nach einer Hüft-TEP (Totalendoprothese) oder Hüftkopfresektion. Sie verhindert eine Luxation (Auskugeln) des Hüftgelenks, indem sie seinen Bewegungsradius mit einem monozentrischen Spezialgelenk einschränkt. SofTec Coxa kann auch beim liegenden Patienten angepasst werden. Die Multifunktionsorthese kann links- und rechtsseitig sowie auch beidseitig verwendet werden.

Sofort wieder mobil durch unsere Innovationen.