Formen der Inkontinenz

Belastungsinkontinenz

Stress-/Belastungsinkontinenz ist die häufigste Form der Harninkontinenz. Hierbei kommt es durch eine schnelle Druckzunahme im Bauchraum zu einem unfreiwilligen Abgang von Urin. Die Bauchmuskeln spannen sich zum Beispiel bei Lachen, Niesen, Pressen, Husten oder bei anstrengenden körperlichen Tätigkeiten an. “Stress” heißt dabei Druck auf die Blase. Mit “stressigem Alltag” oder psychischer Anstrengung hat die Erkrankung nichts zu tun. Stress- oder Belastungsinkontinenz betrifft vorwiegend Frauen. Es liegt eine Störung der Speicherfunktion der Harnblase vor.

Dranginkontinenz

Leitsymptom für die Harndranginkontinenz ist das starke, schwer unterdrückbare Harndranggefühl. Bei leichten Formen dieser Störung empfinden Betroffene zu Beginn oft nur den Zwang zum häufigen Wasserlassen, wobei sie den Urin noch halten können. Bei stark ausgeprägten Beschwerden spüren die Betroffenen einen meist plötzlich auftretenden extrem starken Harndrang. Diesen können sie bestenfalls kurz unterdrücken. Schon nach wenigen Augenblicken ist es aber meist mit dem “Zusammenpressen” vorbei, und Urin geht ab. Oft ist die Blase bei diesem Zustand nur wenig gefüllt und könnte weiteren Urin speichern. Es liegt eine Störung der Speicherfunktion der Harnblase vor.

Überlaufinkontinenz

Fließt bei voller Blase einfach so Urin ab? Dann empfiehlt es sich, einen Facharzt aufzusuchen. Denn es ist möglich, dass Sie unter einer Überlaufinkontinenz leiden. Wie die Bezeichnung schon sagt, kommt es bei dieser Form der Inkontinenz zu einem unkontrollierbaren Überlaufen der Blase aufgrund einer blockierten Harnröhre oder einer schwachen Blasenmuskulatur. Auslöser für eine Muskelschwäche können zum Beispiel Nervenschädigungen bei Diabetes oder anderen Krankheiten sein. Auch Tumore oder Harnsteine können zu einer Blockierung der Harnröhre führen.