Phantomschmerz: von der Diagnostik bis zur Therapie

  • Abgrenzung des Phantomschmerzes zu anderen Schmerzarten
  • Beschreibung der Symptome
  • Theorien zur  Ursache
  • Bekannte Behandlungstechniken
  • Vorstellung einer Lösung (Umbrellan/Schirmung) mittels einer randomisierten, doppelblinden Crossover Studie des Schmerz und Palativzentrum Wiesbaden.
  • Vorstellen einer neuen Diagnostik-Technik RELAX Night care
  • Vortragende

    Univ. Doz. Dr. Rudolf Likar / Ärztl. Leiter der interdisz. Schmerz-ambulanz / Zentrum für Palliativmedizin, Onkologie und Schmerztherapie am Landeskrankenhaus Klagenfurt /St. Veiter Straße 47 / A 9020 Klagenfurt

    CPO. Carsten Stauf / Fa. medi im internationalen Projekt Management und Business Development für den Bereich medipro Studien, Forschung und Entwicklung, Schulung, prosthetic consultation.

    Als Ursache des Phantomschmerzes werden Umbauvorgänge in Gehirn und Rückenmark angenommen.

    Phantomschmerzen werden den sogenannten neuropathischen Schmerzen zugeordnet und sind wie alle derartigen Schmerzen auch schwierig zu therapieren. Trotzdem sind bei Anwendung von neuen Therapieverfahren auch bei langjähriger Schmerzbelastung Erfolge zu erwarten.
    Phantomschmerzen können gleich nach der Operation, aber auch erst einige Wochen bis Monate, manchmal erst Jahre später auftreten. In der Mehrzahl der Fälle kommt es zu wiederholten Schmerzattacken, seltener wird ein kontinuierlicher Schmerz beschrieben. Die Schmerzart ist nach der Beschreibung der Betroffenen nicht mit bekannten Schmerzempfindungen zu vergleichen. Es handelt sich in der Regel um einen scharfen Schmerz mit schneidendem, stechendem, brennendem oder krampfartigem Charakter.
    Es gibt Hinweise darauf, dass auch elektromagnetische Felder für das Auftreten von Phantomschmerzen verantwortlich sein könnten. Am Schmerz- und Palliativzentrum Wiesbaden wurde bereits eine Studie durchgeführt, in der gezeigt werden konnte, dass eine Abschirmung des Amputationsstumpfes gegen elektromagnetische Einflüsse mit Hilfe eines Silikonliners aus dem textilen Gestrick Umbrellan (Liner RELAX aus dem Hause medi) signifikant den durchschnittlichen und maximalen Phantomschmerz reduziert.1 
    Sowohl der Dauer-Phantomschmerz als auch der Maximalwert der Phantomschmerzen konnten signifikant verringert werden. Schlafqualität und das allgemeine Wohlbefinden verbesserten sich gegenüber dem Placebo-Liner (äußerlich identisch mit dem Liner RELAX, jedoch ohne Umbrellan) erheblich. Es traten keine Nebenwirkungen auf. Der in dieser Studie belegte Nutzen zeigt somit die objektive Wirksamkeit der Umbrellan Produkte zur Therapie von Phantomschmerzen und idiopathischen Stumpfschmerzen. (Text medi)