Patientenlagerung
Auf die richtige Lage kommt es an!

Für Patienten, die fast oder tatsächlich ausschließlich nur mehr Liegen können ist die entsprechende Lagerung eine der, wenn nicht die wichtigste Herausforderung bei der Pflege. Diese Prämisse gilt immer, egal ob im Krankenhaus, im Pflegeheim oder zu Hause. Es ist zu bedenken, dass sich diese Patienten oft nicht mehr selbst sondern nur mit fremder Hilfe “Umdrehen” können. Und die “Bewegungslosigkeit” in diesem Sinne führt sehr häufig zu Dekubitus (Druckgeschwüren, Wundliegen), wenn nicht prophylaktisch mit ganz speziellen Pflegematratzen oder so genannten “luftinsoufflierte Systemen” entgegen gewirkt wird. Wird der Beginn eines Dekubitus übersehen und erreicht er einmal einen höheren Ausprägungsgrad, ist es überaus langwierig und schwierig, diese Wunden zu schließen bzw. zu heilen, von den großen Schmerzen für den Patienten ganz abgesehen.

Dekubitus-Grade/Stadien bei der Patientenlagerung

Nach EPUAP (European pressure ulcer advisory panel) – zu deutsch: Europäisches Beratungsgremium für Dekubitus – unterscheiden wir vier Dekubitus-Grade/Stadien (Grad/Stadium I – IV), welche wir bei der Einsatz-Empfehlung unserer Produkte anwenden:

Grad I
Scharf begrenzte “nicht-wegdrückbare” Hautrötungen bei intakter Haut. Richtungsweisend können auch eine Überwärmung der Haut, eine Verhärtung oder ein Ödem auftreten. Bei dunkelhäutigen Menschen kann es zur Entfärbung der Haut kommen.

Grad II
Teilverlust der Epidermis bis hin zur Dermis. Es handelt sich um ein oberflächliches Ulcus, welches zur Abrasion, Blase oder zum flachen Krater manifestieren kann.

Grad III
Schädigungen aller Hautschichten (Epidermis, Dermis und Subcutis), die bis auf, aber nicht unter die darunter liegenden Faszien (Weichteil-Unterschicht des Bindegewebes) reichen können, welche noch nicht betroffen sind. Klinisch zeigt sich der Dekubitus als tiefe Schädigung mit oder ohne Unterminierung des umliegenden Gewebes.

Grad IV
Hautverlust über die gesamte Hautdicke mit ausgedehnten Gewebsnekrosen und Schädigung der Muskeln, Sehnen und Knochen. Unterminierung und Taschenbildung kommen ebenfalls häufig vor.

Bis zu einem Dekubitsgrad II ist bei entsprechender Pflege und Wundversorgung (Wundmanagement) eine Abheilung bzw. Genesung auch bei weiterer, häuslicher Pflege erzielbar. Neben einem entsprechenden Wundmanagement heißen die Zauberwörter Druckentlastung und Durchblutungsförderung. Beides wird mit speziellen Pflegematratzen und luftinsoufflierten Systemen (statische oder dynamische Luftkammernsysteme / automatische Wechseldrucksysteme) erreicht und unterstützen die Heilung wesentlich.

maierhofer beschäftigt speziell ausgebildete Fachkräfte im Bereich der Patientenlagerung und Dekubitusprophylaxe sowie diplomierte Krankenschwestern bzw. –pfleger mit zusätzlicher, zertifizierter Ausbildung zum Wundmanager. Wir unterstützen mit diesem hoch qualifizierten Fachpersonal Ihren Hausarzt, Ihre Hauskrankenpflege und vor allem und nicht zuletzt die Angehörigen, die mit der Pflege betraut sind.

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